Als Vorsitzende der Selbsthilfegruppe Rheumalis und auch als Mutter eines 17 jährigen Sohnes mit Rheuma liegt es eigentlich auf der Hand. Doch erst zwei interessante Seminare der Firma Abbott haben mir die Augen geöffnet:
Die Rheumalis müssen auch nach außen hin erwachsen(er) werden!
Die Firma Abbott hat im Februar und April 2010 zwei Seminare für Leiter von Selbsthilfegruppen angeboten. Das große Thema der Seminare war die Professionalisierung der Selbsthilfe-Arbeit. In der Diskussion mit dem Seminarleiter August-Caspar Neubacher, MSc. und den Vorsitzenden der anderen Selbsthilfegruppen wurde mir klar, dass die Zeit für eine entscheidende Neuerung reif ist:
Nicht nur unsere Rheumakinder „Rheumalis auf dem Regenbogen“ werden älter.
Nein, wir lernen immer wieder Jugendliche und junge Erwachsene kennen, die sich nicht im Wartezimmer eines Erwachsenen-Rheumatologen sehen und aus dem Kinderarzt-Alter herausgewachsen sind.
Genau aus diesen Erfahrungen heraus, haben wir bereits vor über einem Jahr zusammen mit Dr. Feyertag die Ambulanz für Jugendliche und junge Erwachsene im Wilhelminenspital gegründet.
Dort können Betroffene der Altersgruppe zwischen 16 und Ende zwanzig (oder älter) offen all die Fragen stellen, die sie beschäftigen. Fragen und Belange, mit deren Beantwortung es gilt ein normales Leben mit der Erkrankung zu meistern.
Die Seminare haben mir gezeigt, dass wir unser Engagement nach außen tragen müssen.
Denn nur so können wir unserem Ziel ein Stück näher kommen: Rheumalis – verstehen, erleben, integrieren.
Auch wir als Selbsthilfegruppe unterliegen dem Wandel der Zeit und müssen uns auf die aktuellen Bedürfnisse ausrichten.
Deswegen sind wir ab sofort
Rheumalis
Selbsthilfegruppe rheumakranke Kinder,
Jugendliche, junge Erwachsene und deren Eltern und Angehörige
Wir helfen dieser Zielgruppe Ihr Leben in die Hand zu nehmen!
Interessante neue Projekte dahingehend sind bereits in Planung!
Karin Formanek
(aus Rheumalis Express 1/2010)