Beitrag von Sylvia Seitl-Gleich, B.A.
Mit großer Freude haben Frau Karin Formanek und ich den Gesundheitspreis der Stadt Wien 2008 am 16. Dezember 2008 im Wappensaal des Wiener Rathauses entgegengenommen. Das Empowerment- Projekt „Rheumalis auf dem Regenbogen“ unserer Selbsthilfegruppe Rheumalis erhielt den 1. Platz in der Kategorie „Gesundheitsförderung und Prävention“. Der Preis ist dotiert mit 1250 Euro, die die finanziellen Ressourcen der Therapiewoche für unsere rheumakranke Kinder und Jugendlichen enorm erweiterte.
Wo liegt die Magie dieses Preises?
Das Verfassen bzw. Überarbeiten des Projektberichtes ist schon ein Wunder für sich. Anfang November musste ich akut ins Spital. Die Einreichfrist des Gesundheitspreises der Stadt Wien 2008 endete mit 13. November 2008. Am 12. November wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen.
Dank der körperlichen, seelischen und mentalen Betreuung und Begleitung meiner Familie, meiner Freundinnen, Freunde, licht- und liebevollen feinstofflichen Wesen und Energien und meiner energetischen Selbstbehandlungen während meines Heilprozesses schaffte ich den überarbeiten Projektbericht unserer Therapiewoche in letzter Minute per Post abzuschicken.
Da weder Frau Formanek noch ich klare Informationen über die Nominierungen der Gesundheitspreise erhalten hatten und auch durch andere Gründe veranlasst, beschlossen wir diesmal nicht an der Preisverleihung teilzunehmen.
Und weiter lenkte das Universum seine spirituelle magische Kraft, damit auch wir während der Preisverleihung dabei sein konnten. Die Energie folgte der Aufmerksamkeit – dafür steht „Makia“ in der Huna- Heiltradition auf Hawaii.
Die Energie der Benachrichtigung folgte der Aufmerksamkeit der Belohnung für das Organisieren, Wirken und Beschreiben dieses Empowerment- Projektes „Rheumalis auf dem Regenbogen“.
Ich bereitete mich gerade für ein Bewerbungsgespräch vor, als mein Handy läutete. Ich erkannte, dass es eine Telefonnummer aus dem Rathaus war. Ein Mitarbeiter des Wiener Stadtratbüros für Gesundheit und Soziales teilte mir mit, dass das Projekt „Rheumalis auf dem Regenbogen“ den 1. Platz in der Kategorie „Gesundheitsförderung und Prävention“ des Gesundheitspreises der Stadt Wien 2008 erhalten hat und dass der ORF sich dafür interessiert und einen Beitrag liefern möchte….
Unglaublich aber wahr, das alles passierte 5 Stunden vor der Preisverleihung. Über Umwegen haben wir von unserem 1. Preis erfahren. Wie sich später herausstellte, war eine Verständigungs-Email verschickt worden. Dass diese nicht angekommen ist, war in den über zehn Jahren der Verleihung des Wiener Gesundheitspreises noch nicht vorgekommen. Der Verantwortliche des Gesundheitspreises war auch ganz verwundert, dass er am Vormittag von einem Mitarbeiter des Stadtratbüros für Gesundheit und Soziales über die Kontaktdaten der Personen des Projektes „Rheumalis auf dem Regenbogen“ befragt wurde. Er fragte uns auch, ob wir „Beziehungen“ zu diesem Ressort haben. Nein, wir sind u. a. mit unserer Spiritualität und deren Kraft „Makia“ verbunden und diese sorgte, dass wir nun hier sind, antwortete ich.
Frau Formanek startete Rundrufe, damit auch unsere besonderen Kinder und Jugendlichen mit ihren Familien an der Preisverleihung teilnehmen konnten.
Kurz vor 18 Uhr trafen wir im Rathaus ein. Frau Formanek wurde kurz von einer ORF-Reporterin interviewt. Laut dieser Reporterin soll ein ausführlicher ORF-Bericht über unser Projekt noch gestaltet werden.
Nachdem Frau Formanek das Projekt aus dem Stegreif dem Publikum vorgestellt hatte, wurde der SHG gegen 20 Uhr der Gesundheitspreis verliehen. Unsere Freude und Dankbarkeit darüber war sehr groß. Einen herzlichen Dank möchte ich an dieser Stelle besonders den Kindern und Jugendlichen aussprechen für ihre Geduld des Wartens bis zu unserer Preisverleihung, da dieses Warten nicht gerade von Kurzweile „gesegnet“ war.
Die Preisverleihung
Die Wege zu dieser Preisverleihung zeigen uns, dass Wunder in alle seinen Nuancen auch im Hier und Jetzt geschehen können.
Zum Abschluss folgt eine kurze Beschreibung der Therapiewoche „Rheumalis auf dem Regenbogen“.
Dieses Empowerment- Projekt „Rheumalis auf dem Regenbogen“ wird für Kinder und Jugendliche, die an Rheuma erkrankt sind, im Setting (Lebenswelt) Hotel veranstaltet.
Dieses Projekt basiert auf der Tertiärprävention und Gesundheitsförderung im Kontext des Befähigungs- Prozesses für das Verwirklichen des größtmöglichen Gesundheitspotentials.
Die Befähigung zu eigenverantwortlichem Lernen, Kreativität, Spontaneität, Emotionalität, Kommunikation und konstruktive Kritik wird während dieser Empowerment- Therapiewoche gefördert. Gesundheitsfördernde Potentiale werden einerseits in dieser sozialen Gruppe andererseits in den teilnehmenden Familien freigesetzt.
Physiotherapie, Unterwassertherapie, Fußgymnastik, Craniosacrale Therapie, Psychologische Betreuung, ärztliche Betreuung, Ergotherapie mit Schienenanfertigung, Reiki (Energiearbeit), art based empowerment, Meditationen,
Rituale, Mehrhände Behandlung (Craniosacrale Therapie mit Reiki), Vorträge über die jeweiligen Therapieformen und themenzentrierte Kommunikationsrunden (u. a. PatientInnenschulung inkl. Üben der Medikamentgabe durch Spritzen, Elternschulung) werden angeboten.
Das Team setzt sich aus der SHG- Leiterin, einer pädiatrischen Rheumatologin, einem pädiatrischen Assistenzarzt, einer Doktorin der Psychologie, zwei Physiotherapeutinnen, einer Ergotherapeutin, einer freischaffenden akademischen Künstlerin und einer Reiki-Meisterin, die auch ausgebildete Kinderkrankenpflegerin und Sozialwissenschafterin ist, zusammen.
Auf innovative Weise werden die vorhandenen physischen, kulturellen, psychosozialen, mentalen, spirituellen, ökologischen Ressourcen für Gesundheitsförderung genützt. Die Befähigung zu eigenverantwortlichem Lernen, Kreativität, Spontaneität, Emotionalität, Kommunikation und konstruktive Kritik wird gefördert.
Weiters können die Kinder und Jugendlichen ihre individuellen Anteile des Wohlbefindens am Kontinuum zwischen Gesundheit und Krankheit wahrnehmen und im Kontext ihrer Rheumadiagnose ihre ganz persönlichen einzigartigen Gesundheitsressourcen durch die verschiedenen tertiärpräventiven und gesundheitsfördernden Angebote stärken im Sinne Rheumaschübe hinauszuzögern, zu verkürzen, mit den Schmerzen positiver leben zu lernen und vieles mehr, da auch die seelische Gesundheit gefördert wird.
Im Zeitalter des demographischen Wandels und der Individualisierung versteht sich auch dieses Projekt durch die respektvolle, würdevolle, innovative, humorreiche und kreative Förderung und Stärkung des Empowerment dieser Kinder und Jugendlichen als nachhaltige Ressource für unsere Gesellschaft.
Nachhaltig im Sinne, dass sich diese Kinder und Jugendliche im Erwachsenalter mit all ihren Fähigkeiten gestärkt und aktiviert im Kontext ihres größtmöglichen Gesundheitspotentials selbstständig und selbst bestimmt ihr Leben gestalten und erhalten können.
(Aus Rheumalis Express März 2009)