Jasmin's Geschichte

Meine Geschichte!

Hallo, ich bin Jasmin, und bin 9 Jahre alt. Vor circa 2 1/2 Jahren, als wir im Urlaub waren, machte ich mit meiner Familie einen Spaziergang. Es war mitten im Winter und wir gingen entlang eines tiefverschneiten Waldweges. Wir gingen recht lange und ich merkte nach einiger Zeit, dass mir die Füße weh taten. Ich blieb immer mehr zurück, da ich durch die Schmerzen immer langsamer wurde. Meine Eltern dachten ich hätte nur keine Lust zum Spazierengehen und sei nur trotzig.

Im nächsten halben Jahr spürte ich immer wieder Schmerzen in den Knöcheln und den Knien bei längerem Gehen. Es folgte eine Zeit, in der ich mich insgesamt nicht sehr wohl fühlte. Oft musste ich weinen, ohne zu wissen warum. Ich war meistens sehr traurig wenn meine Eltern zur Arbeit gingen und ich war meistens auch sehr müde.

Im Ballett konnte ich mich bald nicht mehr auf meine Fersen knien. Meine Mama tippte zuerst auf verkürzte Muskeln in diesem Bereich und ging mit mir zu einem Orthopäden, den uns unser Hausarzt empfohlen hatte. Dieser schickte uns weiter zum Röntgen. Inzwischen vergingen schon wieder Tage und ich wachte jeden Morgen mit angeschwollenen Händen auf. Da meine Mama auf Grund der Symptome schon eine Ahnung hatte, ging sie mit mir zum Hausarzt um ein großes Blutbild zu machen. Als wir das Ergebnis hatten, bekamen wir von meinem Kinderarzt ein Antibiotikum. Die letzten Schultage des laufenden Schuljahres waren angebrochen und ich merkte immer mehr, dass ich beim Aufstehen Schmerzen hatte. Am zweiten Tag der Schulferien hatte ich einen massiven Schub. Ich wachte auf und konnte mich nicht bewegen. Meine Mama fuhr sofort mit mir ins Spital mit einer Kinderrheumaambulanz. Wir wurden gleich aufgenommen und nach nur vier Tagen stand es fest: „Kinderrheuma“.  Ich wurde mit Tag- und Nachtschienen versorgt und ging in Physio- und Ergotherapie. Aufgrund der Nähe entschied sich meine Mama für einen Therapeuten im Ort. Unser sehr engagierter Therapeut versuchte sich auch laufend über meine Erkrankung zu informieren und empfahl uns eine Therapeutin, die auf meine Diagnose spezialisiert sein sollte.

Wir wechselten zu Janina, die mich erstens physiotherapeutisch entsprechend meiner Diagnose therapierte und zweitens uns mit der Selbsthilfegruppe zusammen brachte. Kurze Zeit später nahm ich bei einer Therapiewoche teil, wo ich zum ersten Mal mit anderen betroffenen Kindern Kontakt hatte. Das war für mich seit langem eine der schönsten Erfahrungen, da sich durch diese Woche neue Freundschaften gebildet haben. Bei gemeinsamen Aktionen, wie die regelmäßigen Gruppentreffen oder dem Kinderrheumatag treffen wir uns immer wieder und haben dabei sehr viel Spaß.

Heute weiß ich, dass ich sowohl auf meine Familie als auch auf meine Freunde zählen kann und sie jederzeit bereit sind mir zu helfen, wenn ich sie brauche!